• Eine Welt ohne Geld – Eine schrumpfende Müllhalde

    Willkommen zurück in meiner kleinen Freakshow die uns heute erneut quer durch mein Hirn jagt und uns erneut auf den Pfad des Geldhasses bringt. Heute geht es um ein Phänomen, welches wohl ausnahmslos jeder kennen wird. Müll. Müll ist eines der offensichtlichsten Nebenprodukte des Geldes.

     

    Punkt 2 – Die Müllhalden dieser Welt

     

    Müllhalden, Verbrennungsanlagen, Junk-sites, Linkfarmen. Alles Begriffe, bei denen einem doch gleich warm ums Herz wird. "Was hat das mit Geld zu tun ?", wird vielleicht der ein oder andere fragen. Wie ich schon in dem Artikel  Die Geschichte einer Wegwerfgesellschaft beschrieben habe, ist Geld ein Mechanismus der immer und überall für verfallende Produkte sorgt. Eine Firma wird keinen Gewinn machen, wenn ihre Produkte ewig halten.  Demnach muss ein Produkt zu Bruch gehen, bevor es den Punkt erreicht, an dem man die Maximalproduktion drosseln müsste und es demnach weniger Gewinn abwirft. Mit anderen Worten, jedes Produkt muss, damit der finanzielle Erfolg einer Firma aufrecht erhalten werden kann, in angemessener Zeit kaputt gehen, um das Spiel am laufen zu halten. Das wirkt sich natürlich direkt auf die verwendeten Baumaterialien, die Herstellung selbst und auf das Design aus, überall wo man Geld sparen kann, wird dies auch getan. So werden Gegenstände aus dem Bereich Technik gerne in ein Plastikgehäuse verfrachtet.

     

    Bei dieser Vorgehensweise gibt es aber ein Problem. Verbraucherschützer und dergleichen wagen es doch tatsächlich diesen schönen Kreislauf zu stören, weshalb ich als Müllproduktionsfirma keine Computer mehr bauen darf, die nach 2 Tagen kaputt gehen. Und das größte Problem ist, irgendein Wahnsinniger hat sich ein Prinzip ausgedacht, dass den Konsumenten vor der totalen Ausbeutung schützt: Die Garantie. All diese Mechanismen sorgen dafür, dass irgendwann jeder ein bestimmtes Produkt besitzt, weshalb keiner mehr ein neues braucht. Aber das Geldsystem wäre nicht so erfolgreich, wenn es nicht auch dafür schon eine Lösung gäbe. Sie lautet "Generation". Ich möchte hiermit nicht unter allen Umständen die Notwendigkeit von neuen Generationen zerreden, doch es gibt gewisse Wege diese für sich zu nutzen. Beispiel Computer. Ein neues Jahr beginnt, eine neue Prozessorgeneration kommt auf den Markt. Eine Quadrtrillimillionensuperdrölftausend mal schneller als der Vorgänger, den will jeder haben. Aber Oh Schreck, er passt nicht in das Mainboard eines aktuellen Rechners. Nicht, weil er soviel toller ist und auf eine völlig neue Technik angewiesen ist, nein. Sondern, weil sich so einfach mehr Mainboards verkaufen lassen.

     

    Eine weitere Deponie für den Müll dieser Welt ist das Internet. Jeder kennt sie, jeder hasst, die Junk-sites. Internetseiten die ausschließlich der Werbung dienen oder mit zusammenhangslosen Links vollgestopft sind. Es gibt hunderttausende von ihnen und es werden immer mehr. In unserer heutigen Welt werden URLs gekauft die jeder kennt, nur um sie mit diesem Müll zu beladen. Das wäre, als würde man ein Kino als Müllhalde missbrauchen. Auf der anderen Seite erfahren Leute vielleicht niemals von den großartigen Ideen, die jemand hat, weil eine bestimmte URL eingerichtet wurde, nur um sie zu blockieren und mit Glück zu verkaufen. Personal Note: Ich mag diese Welt nicht.

     

    Stellen wir uns also nun erneut vor, wie es wäre wenn nicht das Geld all dies regieren würde. Stellt euch vor Dinge wären gebaut, um zu halten. Ein Haus nur aus den edelsten Materialien, elektronische Geräte sicher verpackt. Ein Stuhl aus massivem Titan. Utopie ? Vielleicht. Aber was wenn wir nicht einmal ansatzweise genug Rohstoffe haben um so etwas zu vollbringen ? Nun, wenn alles auf Nachhaltigkeit ausgelegt gebaut wird, so würde der Ressourcenverbrauch drastisch sinken. Wenn heute die Frage gestellt wird, ob ein Gegenstand aus den Materialien die wir besitzen hergestellt werden kann, dann fragt man morgen vielleicht stattdessen, ob er mehrere Generationen überdauern kann. Und wenn dann die Antwort ja lautet, was wäre das wohl für eine Welt ? Sie wäre auf jeden Fall sauberer, gesünder und besser für alle. Nun ja, vielleicht nicht für alle, aber für die meisten. Während unser aktuelles System niemandem so richtig zu gefallen scheint und offensichtlich nur für eine winzige, reiche Oberschicht existiert.

     

    Sehe wir uns das Internet an.  Was würde wohl passieren, wenn es kein Geld mehr gäbe, ja sogar niemand mehr welches bräuchte ? Werbung würde nur noch geschaltet, wenn der Besitzer der Seite auch wirklich von dem Produkt überzeugt ist und nicht dann, wenn der Hersteller viel Geld für die Werbung zahlt. Es würde keinen Sinn mehr machen, irgendwelche sinnlosen  Popups einzubauen. Ich sage, es würde alles wesentlich entspannter ablaufen. Als kleines Abschlusswort:

     

    Man sollte immer daran denken, dass in der Zeit, in der sich Banken neues Geld aus den Fingern saugen, durch dieses korrupte System immer mehr Müll produziert wird. Und keiner von uns ist unschuldig.

     

     

     

     


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    5 responses to “Eine Welt ohne Geld – Eine schrumpfende Müllhalde”

    • Stimmt *g
      und was bestimmte Wegwerf-Produkte mancher Firmen angeht will ich dir auch nicht widersprechen. Zum Glück ist das nicht so leicht. Aber ich kenne zum Glück auch noch viele kleine Firmen, die ideologisch viel Wert auf ihre Arbeit legen und sich ihr Geld durch Empfehlungen und Restaurierung verdienen. Das sind aber zu meist noch handwerkliche Firmen. Na ja und Software ist ja auch nicht auf Wegwerf in dem Sinne ausgelegt … aber ich schweife ab *g
       
      Gruß


    • Kasse

      Selbstverständlich lassen sich Fehler nicht ausschließen, aber auch hier gilt:

       

      Es ist kein Gegenargument. Wenn ich behaupte, ich kann irgendetwas viel besser machen als zuvor, gibt es immer wieder Leute die sagen "ja, aber dadurch ist es ja auch nicht perfekt" (Nach dem Motto) und Fakt ist, das ist kein Gegenargument. Dennoch lassen sich menschliche Fehler sehr leicht ausschließen, wenn dies nicht schlicht teurer wäre.


      "Weißt du zu 100%, dass jede Firma so handelt und nicht auf Langlebigkeit baut?"

      Nein, aber ich weiß, dass es sicher nicht so ist. Ich kenne sogar recht viele Firmen, die alles daran setzen etwas besser zu machen. Das Ding ist nur, diese Firmen sind nicht sonderlich Erfolgreich. Abgesehen davon gibt es viele Hindernisse. Auch hier spielen die lieben Patente wieder ihre Rolle, Forschung ist teuer und bringt wenig Profit. Es ist einfach unglaublich schwer, in diesem System irgendwelchen Ideologien zu folgen.

       

      Wie gesagt, nenne mir eine Sache, die tatsächlich nicht wieder zu verwerten wäre, würde man sie anständig herstellen. Mir fallen da tatsächlich recht wenig Dinge ein, sie sind vorhanden ja, aber vielleicht auch nur, weil wir beide die Alternative nicht kennen. Ich habe nicht genug Informationen um ganz sicher zu behaupten, dass es kein Produkt auf Erden gibt, welches nicht so gebaut werden könnte. Und daher behaupte ich das auch nicht, aber auch hier erneut, selbst wenn wir keine 100% schaffen, 99,999% sind besser als 2% ;)

    • Guten Morgen Kasse,
       
      man mag es als "den Versuch das eigene Weltbild am Leben zu erhalten" sehen, oder aber als die Dinge wie sie derzeit sind und was derzeit möglich ist realistisch und pessimistisch betrachten ;-) .
      Und da wir Menschen nicht unfehlbar und allwissend sind, werden nun einmal immer Fehler passieren. Ich habe damit glaube ich jedoch nicht ausgeschlossen, dass eine entsprechende Bauart von diversen Produkten unser Müll Problem massiv reduzieren werden. Ich denke (und dachte) spontan (z.B: wieder was das Thema Statik angeht)  wieder an einen Flugzeugunfall vor einigen Jahrzehnten. Der Flieger stürzte ab, weil eine simple Niete zu viel Bewegungsspielraum hatte, anfing zu Vibrieren und Mikrorisse im Metall verursachte. Irgendwann war die Struktur dermaßen geschwächt, dass die Außenhaut bei einem Flug einfach wegriss. Ich behaupte lediglich, dass es immer derartige Fehler geben wird. Wir werden zwar aus jedem Fehler lernen und immer ein wenig "perfekter" in unserer Bauweise… aber es sind halt zu viele Faktoren immer noch gegeben, die wir nicht kennen oder schlichtweg wegen der menschlichen Schwäche Namens "Fehler machen"  gerne wieder vergessen und somit einbauen. Auch bei Brücken könnte ich dies behaupten, da ich mich an eine Brücke in den USA erinnere, die dank den Schwingungen in Ihrer Eigenfrequenz zu der sie durch den Wind gebracht wurde, kollabiert ist. Wir haben nunmal eine Umwelt mit zu vielen Einflussfaktoren. Irgendwann merken wir immer, dass es wieder einmal einen unbekannten Faktor gegeben hat.
      Wir haben heutzutage Produkte, die so komplex sind, dass zu viele potenzielle Fehlerquellen vorhanden sind. Wo früher eine Waschmaschine nicht viel an "HighTech" hatte, so können ein Teil unser Waschmaschinen heutzutage mit uns sprechen und noch einiges mehr. Diese komplexe Elektronik ist jedoch nicht für die Vibrationen von 1.200 Umdrehungen Schleudergang ausgelegt und bei falscher Aufhängung, leidet diese nun einmal. Wie viel Zeit soll in die Entwicklung eines Produktes fließen, bevor es auf den Markt kommt? Wie viel mehr Test sollen gemacht werden um die Langlebigkeit zu testen. Wie hoch ist die Chance, dass sich trotzdem in der Produktionsserie Fehler einschleichen.
      Die Frage die ich dir in diesem Punkte stellen muss: Weißt du zu 100%, dass jede Firma so handelt und nicht auf Langlebigkeit baut? Das es keine Ideologie mehr gibt? Zugegeben wenn man es logisch betrachtet müsste man behaupten, dass eine Firma schön blöd wäre, wenn sie dies nicht täte. Aber auch hier denke ich an den simplen Handwerker, der die Dinge noch komplett händisch anfertigt … Ich bezweifle, dass er mit einem Computer zuvor errechnet, wann der Stuhl bei welcher Belastung kollabiert … Ich denke die ein oder andere ideologische Firma, welche Wert auf Qualität statt Quantität setzt, gibt es durchaus noch. Nur zugegebenermaßen zu selten.
      Ich will damit keineswegs ausschließen, dass eine Welt ohne Geld diese Problem reduzieren würde, da mehr wert darauf gelegt werden würde, weniger zu arbeiten und mehr zu leben und somit Produkte entstehen zu lassen, die Fehlerfreier sind, jedoch konnte ich es einfach nicht auf mir sitzen lassen, dass deine Darstellung meiner Empfindung nach in die Richtung ging, als ob alles Problemlos und für den langlebigen Fortbestand gebaut werden könnte, wenn man nur wollte.
      Dies geht (in meinen Augen) nuneinmal nicht bei allen Dingen.
       
      Gruß, Dominik


    • Kasse

      Es gibt bereits hunderte Konzepte in dieser Richtung. Häuser die sowohl Erdbeebensicher, als auch Tornadosicher sind. Gegen Feuer resistent und 100% recyclebar. Das selbe funktioniert mit nahezu allen Dingen, wenn man nur eine Sekunde überlegt wie man das anstellen könnte. Und ich bin mir sicher, dass das schon einige Firmen getan haben. Aber wieso auf Nachhaltigkeit achten, wenn man stattdessen Profit machen kann ? Menschliche Fehler lassen sich recht einfach ausschließen, in dem man Mathematik ins Spiel bringt. Und soll ich dir was verraten ? Architektur zB. ist nichts, was es zu interpretieren gilt. Wenn jemand eine Brücke plant, wird es dabei nur extrem selten Fehler geben, weil man nicht missverstanden wird und es einfach ist einen Fehler zu beweisen. Weil Sprachen benutzt werden, die nicht frei interpretierbar sind. Gänzlich wird man den Faktor Verschwendung nie reduzieren, das ist sicher. Aber das ist kein Gegenargument. Ich finde es immer traurig, wenn Menschen diese Ideen (die übrigens nicht von mir stammen) damit abweisen, dass sie einen Aspekt nicht verstanden, oder anders empfinden. Also selbst wenn es noch Verbrechen gibt, ist das ein Grund es nicht zu versuchen ? Es ist dennoch besser, als alles was wir versucht haben. Wir können Eifersucht niemals vollständig ausmerzen, spricht das gegen die Ideen ? Nein, tut es nicht. Das ist oft nur der Versuch das eigene Weltbild am leben zu erhalten.

    • Eine derartige Bau- und Konstruktionsweise (unabhängig vom Thema Geld) bedingt allerdings auch eine Gewisse Erfahrung … solange wir mit bestimmten Materialien nicht über längerfristige Zeiten gearbeitet haben, so kann man nicht beurteilen, was man machen müsste um ein sämtlichen natürlichen Einflüssen standhaltendes Objekt bzw. Haus zu baun.
      Unser Chemisches Wissen und unsere physikalischen Möglichkeiten sind bereits massiv fortgeschritten aber etwas vom Menschen erbautes ist ebenso anfällig für Fehler, wie die Chance, dass der Mensch, der dies konstruiert den Fehler dort einfließen lässt.
      Der Müll ließe sich jedoch, da muss ich dir Recht geben, durch entsprechende Bauweise massiv dezimieren lassen … gänzlich reduzieren wäre vermutlich nicht möglich.
      Doch solange eine Welt ohne Geld nicht ohne weiteres möglich ist … ;-) … Btw. gehe gerade noch deine Artikel durch um meinen Artikel ggF. zu ergänzen und jage den gleich online *g


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