"Jetzt reitet er auch noch auf dem Bildungssystem herum…", war der Grundinitiator dieses Beitrags. Und dieser Beitrag war der Katalysator. Glücklicherweise bietet der soeben verlinkte Blog auch einige Beiträge, auf welchen ich aufbauen kann, was der Ordnung meines Hirns zugute kommt.
Punkt 5 – Eine Überdosis Entropie
Zuerst möchte ich auf den oben verlinkten Artikel eingehen, da dieser einen recht guten Start in dieses Thema bietet. So sind es in meinen Augen nicht die Lehrer welches unser Bildungssystem zum Versagen bringen, sondern das System selber. Begeben wir uns also mal auf eine virtuelle Reise in eine Schule. Dort angekommen entdecken wir in einem Klassenraum eine ganze Schulklasse die, so unaufmerksam wie nur irgend möglich, dem Lehrer zuhört. In einer weiteren Klasse finden wir 26 Schüler die alle über einem Buch hocken und Daten auswendig lernen. Und im letzten Raum unserer Reise treffen wir auf eine Reihe von Schülern welche in endloser Folge Rechenaufgaben lösen. Und zwar immer mit der selben Formel.
Betrachten wir also mal, was hier vor sich geht. In Raum 1 wird schon klar, was falsch läuft. Lehrer sind offensichtlich nicht in der Lage einen anderen Unterricht zu gestalten. Wie sollten sie auch, schließlich haben sie einen Lehrplan, welcher eingehalten werden muss. So werden Themen kurz angerissen und somit jeglicher Raum für Fragen oder Diskussionen entzogen. Was dabei herauskommt ist zumeist das lernen von vorgefertigten und vorgefilterten Meinungen. Eine Frage, die nicht mit dem gelehrten Stoff konform geht, ist nicht erwünscht. Ebenso unerwünscht sind Diskussionen, würden sie doch den Fortschritt des Lehrplans beeinträchtigen. Somit ist es unausweichlich, dass Kindern die Möglichkeit zur Meinungsbildung genommen wird. Zumeist sind sie nicht einmal mehr in der Lage, einfache Probleme zu lösen, wenn sie die Lösung nicht schon gelehrt bekommen haben.
In Raum 2 spielt sich ein anderes Bild ab. Dort ist Raum 1 zur Perfektion gelangt. Kinder lernen Daten. Genannt wird das ganze Geschichte. Ich würde hier nun erläutern, wieso ich diesen Raum gerne per Fernzündung sprengen würde, aber da es offensichtlich Leute gibt, die Geschichte gut finden werde ich selbiges nicht tun. Statt dessen biete ich jedem, der mir einen sinnvollen Grund für das stumpfe auswendig Lernen nennen kann, einen Keks an. Somit fliege ich direkt weiter zu Raum 3.
Dieser Raum gehört eigentlich an stellte des zweiten Raumes, ist er dennoch eine Mischung aus Raum 1 und 2. Ich werde nicht abstreiten, dass es einen gewissen Sinn hat, Formeln zu lernen. Ich bestreite jedoch, dass es Sinn macht jede verdammte Formel zu lernen. Gebt mir einen Taschenrechner, Wikipedia und ein Mathematik-Grundverständnis und ich errechne euch alles, wofür es eine Formel gibt. Aber dazu später mehr.
Und bevor ich nun zu diesem "später" komme, möchte ich noch einmal aus dem verlinktem Artikel zitieren:
Was die Inkompetenz fördert…… ist der Aspekt, dass die Klassen heutzutage einfach hemmungslos überfüllt sind. Lehrer haben nicht einmal mehr eine großartige Handhabe wenn es zu eskalierenden Situationen kommt. Dass hier ein zusätzlicher Frustrationspegel entsteht und Lehrer gerne mal ein wenig gereizter und unüberlegter reagieren ist denke ich mal nachvollziehbar.
Ich möchte dem Autor hier Recht geben, bin aber dennoch so frei seinen Ansatz weiter zu denken. So ist es, in meinen Augen, nicht etwa der Platz (im Sinne von Überfüllung), sondern viel mehr die fehlende Zeit. Wie bereits erwähnt ist auch der Beruf eines Lehrer in erster Linie eines: Ein Beruf. Und Berufe haben meistens eine lästige Eigenschaft. Stress. Daher würde sich mein Lösungsvorschlag auf zwei Punkte stützen. Zum einen die Reduzierung des inhärenten Stresses, sowie die Optimierung des Lernprozesses. Unglücklicherweise steht dieser Artikel und der Präfix "Welt ohne Geld", was bedeutet, dass meine Lösungen derzeit wohl kaum funktionieren würden. Aber anstatt meine Lösungen im Detail zu erklären, möchte ich einfach ein paar Fragen aufwerfen:
- Wieso ist es notwendig, alle geschichtlichen Daten zu kennen ?
- Wieso ist es notwendig, jede Mathematische Formel zu kennen ?
- Wieso wird Kindern nicht beigebracht, selbständig zu denken ?
- Wieso nutzen wir unsere Möglichkeiten nicht aus ? Wir besitzen die Ressourcen und das Wissen, um den Bildungsgrad eines jeden Menschen auf Erden drastisch zu erhöhen. Warum also nutzen wir diese nicht ?
Diese Fragen bedürfen wohl keiner Antwort, sollen sie doch nur einen Denkanstoß liefern. Aber da ich ein manipulatives Arschloch bin, kommt nun eben noch der manipulative Teil. Wie oben bereits erwähnt sollten wir anfangen, den Kindern zu zeigen wie sie Probleme lösen können. Wie sie sogar komplizierte Probleme lösen können. Wir sollten ihnen zeigen, wie sie lernen können, statt sie nur zu lehren. Sie müssen erfahren wo sie Informationen bekommen können, und zwar jene, die sie haben wollen. Es macht keinen Sinn ihnen all den Stumpfsinn zu lehren, der in den Schulen von heute Einzug findet. Wo bleibt die Internationale Bildungsdatenbank ? Eine Datenbank die all das beinhaltet, was in den Schulen gelehrt wird und zudem noch vieles mehr. Von Mathematischen Gleichungen und Formeln, über das Periodensystem bis hin zu historischen Daten wäre dort alles gut aufgehoben. Statt dessen fordern wir, dass alle Kinder innerhalb dieses Systems ihre eigene Datenbank sind. Welch eine unsagbare Verschwendung des menschlichen Geistes. Und mit diesem Stichwort kommen wir zum letzten Thema dieses Artikels, dem Notensystem.
Schulnoten. Was ist ihr Zweck ? Diese Frage entzieht sich leider meinem Wissen. Und dennoch werde ich mich dieser Frage annehmen. Wie ? Indem ich mein Hirn nach Parallelen durchforste. Und da ist auch schon eine. Der Konkurrenzkampf. Nichts anderes ist doch das Notensystem. Es sorgt für Demotivation, Resignation und Elitenbildung. Leider bin ich nun gezwungen den bereits oben verlinkten Blog, erneut zu verlinken. Denn dieser Artikel beschreibt hervorragend wovon ich rede. Aber da wären noch weitere Punkte. Zum einen schaffen Noten Leistungsdruck. Zum anderen sind sie im Prinzip ein Test. Leider ist Leistungsdruck das letzte, was die meisten Schüler gebrauchen können. Da Noten aber tatsächlich eine Bewertung eines Tests gleichen, stellt sich die Frage, ob diese Testmethode eine gute ist. Meine Antwort lautet schlicht, nein.
Leider ist dieser Beitrag nun schon so lang, dass meine Konzentration nachlässt (Ja ich bin schnell unkonzentriert, aber DAS LIEGT NUR AM SCHULSYSTEM
). Somit werde ich jeglichen Ansätze für Verbesserungen auf einen weiteren Artikel verschieben.


Kasse
August 30th, 2010 um 04:08
admin@luegner-blog.de
Auch wenn ich irgendwie nicht glaube, dass du nochmal auf diese Seite zurückkehren wirst. Sei es drum, ich werde wohl trotzdem nochmal den ein oder anderen Artikel verfassen. Und sei es nur um die Serverkosten irgendwie zu rechtfertigen D:
samillia
August 11th, 2010 um 18:34
@Kasse kann man dir auch iwie privater kommunizieren?? per mail oder sonstigem? wäre sehr interessiert an deiner Person du hast sehr gute Ideen ….du bringst vieles auf den punkt und das ist sexy
Dominik Habichtsberg
April 16th, 2010 um 02:21
Hehe das soll nicht das Problem sein
.. was meinst du was ich umgekehrt machen werde *fg*
Schreib mich ggF. mal auf meiner Emailadresse an. Solltest du ja vorliegen haben
Viele Grüße,
Dominik Habichtsberg
Kasse
April 15th, 2010 um 22:09
Immer nur her damit, ich finde es immer wieder erschreckend wie schnell ein guter Artikel jegliche Schreibblockaden beenden kann. Oder anders gesagt:
Ich werd' einfach weiterhin deine Themen klauen
Dominik Habichtsberg
April 15th, 2010 um 18:56
Moin moin,
.
ich freue mich zu sehen, dass du die Gedanken meines Artikels auffassen konntest… auch du hast mir einige gute Ansätze gegeben und direkt einen Artikel in meine Pipeline gebracht. Werde mich da auf die Problematik mit den Schulnoten und was diese eigentlich aussagen beziehen.
Danke auf jeden Fall für deine Gedankenansätze… ich denke ich werde diese in einen ergänzenden Artikel zu dem Hauptartikel einfließen lassen und auf diese eingehen
Viele Grüße,
Dominik Habichtsberg